Steve’s neue Jobs – Apple attakiert Google mit iAd

Posted on Juli 1 2010 by Andreas Rommel

 

Heute am 1. Juli startet Apple seine mobile Werbeplattform iAds. Zeit sich das neuen Geschäftsfeld von Apple mal genauer anzusehen.

Nach eigenen Angaben will Apple in diesen Tagen einen speziell auf seine Endgeräte zugeschnittenen Werbedienst namens “iAd” ausrollen. iAd soll ganz wie AdWords von Google im Internet Werbungtreibenden möglich machen, gezielt Anzeigen zu schalten. Nur das Apple sich auf die eigenen mobilen Endgeräte bzw. auf die über iTunes erhältlichen Applikationen konzentriert (in-app mobile advertising).

Wenn man sich nun vor Augen hält, das mittlerweile mehr als 185.000 Apps über iTunes im Umlauf sind und die Nutzer der Endgeräte von Apple bislang mehr als 4 Milliarden Apps installiert haben, sind diese Schritte von Apple nur logisch.

Steve Jobs verdeutlich in seiner Präsentation wie groß der Markt für diese Art von Werbung zur Zeit ist:

  • Der durchschnittliche iPhone User verbringt täglich 30 Minuten mit Apps
  • Mit ca. einer Werbeeinblendung alle 3 Minuten wären das 10 Ads täglich / pro User
  • Mit einer Kurzfristprognose von Herrn Jobs und einer Verbreitung von 100 Mio. Apple Endgeräten wäre das 1 Milliarde Ads je Tag

Auch wenn das alles andere als eine konservative Schätzung ist, sind die Aussichten mehr als golden und könnten den mobilen Werbemarkt revolutionieren.

Großherzig wie Apple ist, gehen natürlich nicht alle Einnahme aus iAds nach Cupertino, Kalifornien. Vielmehr gehen 60 Prozent der Werbeerlöse an den entsprechenden Entwickler der App und „nur“ 40 Prozent bleiben bei Apple. Damit will Jobs natürlich auch die Entwicklung von neuen und wenn möglich noch mehr Apps sicherstellen.

Spekulationen zufolge soll die Platzierung von Werbung sich nicht auf einzelne Apps beschränken, sondern nur nach Kategorien wie Lifestyle oder Automobil möglich sein, oder über eine Range von Apps nach demographischen Merkmalen. Sinnvoll wäre natürlich noch die Integration der Standortfunktion und damit die Möglichkeit von lokal ausgesteuerter Werbung. Ob damit eine kritische Masse erreicht würde bleibt allerdings fragwürdig.

Der Nachteil für Werbungtreibende ist das z. B. einmal entwickelte Werbeformen bzw. Kreationen nur für Apple Endgeräte einsetzbar ist. Andere Apps für BlackBerrys oder Android-Phones können damit nicht angesprochen werden. Das heißt im ersten Schritt kauft sich ein Werbungtreibender nur in die Apple Zielgruppe ein.

Weiterhin funktioniert iAd nur auf Endgeräten mit dem neuen OS 4.0 Betriebssystem welches nun auch Multitasking zulässt. Nicht aktualisierte und ältere Geräte bleiben damit von Werbung verschont.

Damit hat Apple auf einem Schlag das erreicht, was Google seit geraumer Zeit schon versucht.

Sicher ist, dass der Kampf um das mobile Internet begonnen hat. Im Januar 2010 erwarb Apple einen Spezialisten für mobile Werbung im Internet mit Namen Quattro Wireless. Google hat mit der Übernahme von AdMob ebenfalls verdeutlicht, dass sie sich der wachsenden Bedeutung des mobilen Werbemarktes bewusst sind.

Google plant weiterhin die Betreiber von Mobilfunknetzwerken bzw. Hersteller von mobilen Endgeräten an den Einnahmen über Google AdWords zu beteiligen. Damit erkauft sich Google die Integration seiner Dienste auf dem mobilen Bereich teuer.

Bleibt abzuwarten wer sich die Vormachtstellung im mobilen Internet erkämpft. Sicher ist, das Google über Android und dessen Verbreitung in den unterschiedlichsten Endgeräten seine Verbreitung forcieren will, die Erfahrung zeigt, daß sich Google hier ungern die Butter vom Brot nehmen lässt.

Was meint ihr? Wo wird die Reise hingehen? Was haltet ihr von Werbung auf eurem iPhone, iPad oder iRack ;-)


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One Response to “Steve’s neue Jobs – Apple attakiert Google mit iAd”

  1. how are you, eminent blog on jobs. analogous helped.

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